Offenbach gegen Regensburg

„Absoluter Grottenkick!“

Mit diesen Worten fasste der Archivar das Spiel nüchtern, aber treffend, zusammen.
Da wir an diesem Tag zwei Spiele sehen sollten und es doch ganzschön Aufwenig ist die Berichte immer selbst zu schreiben, aber auch weil der Archivar es sich in den letzten Tage absolut verdient hat, soll ihm die große Ehre zugeteilt werden, als erster Autor einen Gastbericht auf Chaosblogger.blogsport.de zu verfassen.
Lest also im folgendem die Sicht der Dinge, aus den Augen eines Archivars.

Spiel 4 bei unserer Elite-Gesindel –Tour führte uns auf den Bieberer Berg. Da sich unser Hotel in Offenbach befand, hatten wir eine sehr kurze Anreise. Nach 10 Minuten mit dem Auto waren wir auch schon da. Als schwierig gestaltete sich aber die Parkplatzsuche rund ums Stadion. Am VIP-Parkplatz bekam man nur auf die Frage „Wo man hier parken kann?“ ein „Nein hier nicht“. Aber nach 10 Minuten Suche fand man doch einen Parkplatz.

Danach ging es für mich und den Tasmanen schon ins Stadion „Am Bieberer Berg“ das neuerdings “Sparda-Bank-Hessen-Stadion“ heißt….Scheiss Kommerz.
Nach meinem Programmheftkauf begutachteten wir erstmal die Henninger-Tribüne, für die wir uns schon Donnerstag 2 Karten geholt hatten. Sie ist die letzte, die noch abgerissen wird, denn die restlichen Tribünen sind alles schon Neubauten. Ich glaube die Henninger könnte schon einige Geschichten erzählen…denn man sah ihr Alter schon ein bißchen an, im Gegensatz zu den anderen Neubauten. Schon alleine der Gang hinauf zu den Sitzplätzen war voller Tradition, die abgebröckelte Farbe und einige Löcher in den Wänden, ließen mich sentimental werden. Das Higlight war aber ein Plakat mit der Ankündigung zum Dauerkartenverkauf für Liga zwei. Die großen offenbacher Stunden verlieren mit ihr, ihr Denkmal. Es ist mir unbegreiflich warum man dieses Stück Fußballgeschichte abreissen will.

2. Liga?
So sieht Tradition aus

Auf der Gegengerade befand sich der Heimblock der Kickers. Dieser war zu Hälfte gefüllt, wohl einmalig in Deutschland das der Stimmungsblock auf einer Geraden liegt und komplett aus Stehplätzen besteht. Auf der anderen Hintertorseite war der Gästeanhang untergebracht. Gute 50 Fans hatten den Weg von Bayern nach Hessen gefunden. Auf die 50 Fans kam nochmal die gleiche Anzahl von Ordnern und Polizisten.

Heimblock
Die Heimseite

Pünktlich pfiff der Schiedsrichter Babak Rafati die Drittligapartie an. Der Unparteiische sollte während diese Spiels mehrmals im Mittelpunkt stehen. Aber der Reihe nach, in Minute 11 gelang dem Jahn mit dem ersten richtigen Angriff das 0:1. Jim-Patrick Müller vollendete den ersten Angriff der Regensburger nach einer präzisen Flanke vom rechten Außenverteidiger Philp.
Offenbach reagiert allerdings keineswegs geschockt. Nur zehn Minuten später foulte Neunaber zu ungestüm den heranstürmenden Vogler, Schiedsrichter Babak Rafati pfiff. Den pfeift nicht jeder Schiedsrichter. Ich fand dies war eine Fehlentscheidung. Im Anschluss versenkte Kapitän Mehic souverän vom Punkt (21.) – Ausgleich! Bis zur Pause gabs eigentlich nicht mehr viel zu erzählen außer, dass das Spiel einem Grottenkick ziemlich nahe kam. Viele Fehlabspiele und Nicklichkeiten auf beiden Seiten. Der Sportfreund Rafati tat sein übrigens dazu.

1:1
Das 1:1

Nach 45 Minuten gings zum Pausentee. Für mich und den Tasmanen hieß das erstmal Mahlzeit. Wir holten uns was zu essen. Das Spiel konnte eigentlich nur besser werden.
In der zweiten Hälfte bestimmte der Jahn das Geschehen auf dem Platz: Oliver Hein hätte das 2:1 machen können, vergab aber eine Riesenchance. Gut 20 Minuten vor Ende nahm das Spiel noch einmal an Fahrt auf. Die berühmte Kickers-Schluss-Viertelstunde wurde eingeläutet. Im wahrstem Sinne des Wortes, durch das läuten einer Glocke auf der Henniger.
Beide Teams wollten die 3 Punkte die eigentlich keiner verdiente hatte. Auf der Henninger spielten sich komische Szenen ab…Bei guten Spielszenen der Kickers standen jung und alt wie eine Einheit hinter der ihrer Mannschaft, aber sobald ein Fehlpass kam war man am pöpeln…hmm zwischen Heldenverehrung und ewiger Verdammnis.

Der Tasmane meinte „dieses Gurkenspiel habe keinen Sieger verdient“ aber ich entgegnete ihm „dass ein Krummes Ding doch noch den Weg ins Tor findet“. Im der 85. Minute kam dann der Sportfreund Rafati ins Spiel. Der pfiff nämlich Elfmeter für den OFC. Im Gegensatz zum 1:1 muss man den geben. Die Regensburger Spieler sahen es natürlich anders, diese waren nämlich laut am Motzen gegen den Schiedsrichter. Aber nichtsdestotrotz trat Mehic wieder an und versenkte den Ball zum 2:1. Danach gabs noch eine Riesenchance für die Gäste aber, der Torhüter rettete. Da wars das schon, das Spiel endete 2:1.

Soweit die Sicht der Dinge des Archivars. Einen Dank richte ich hiermit an meinen Freund und Gastautor den Archivar!

Zur Stimmung möchte ich noch kurz anbringen, dass die Regensburger eine kleine nette Choreo, bestehend aus roten und weißen Fahnen, sowie dem Spruchband: „Traditionsverein“ zeigten.

Choreo des Jahn
Choreo Regensburg

Es stellte einen interessanten Kontrast da, auf der einen Seite die gut 25 Regensburger Ultras, welches 90 Minuten abgingen und ständig in Bewegung waren und dies zudem mit einem durchgehendem Fahneneinsatz untermalten. Und auf der anderen Seite, die reine Kuttenszene des OFCs, welche spielbezogen Supporteten und nur nach guten Phasen ihres Teams richtig laut wurden. Dann aber brachial, laut und urgewaltig und alle haben sie geschrieen Kickers. Und dennoch hat mir der Auftritt der Regensburger besser gefallen.

Bilder gibt es hier!

Spielüberblick:

Kickers Offenbach FC: Wulnikowski – Hickl, Kleineheismann, Stadel, Stein – M. Schwarz, Dziwniel – Hayer, Mehic – K. Hesse, Vogler

SSV Jahn Regensburg: M. Hofmann – Philp, Nachreiner, Neunaber, Binder – Hein, Kurz – J.-P. Müller, Alibaz, Klauß – Schweinsteiger

Tore: 0:1 J.-P. Müller (11.), 1:1 Mehic (21. Foulelfmeter), 2:1 Mehic (85. Foulelfmeter)

Zuschauer: 5.610

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